|
Die Zukunft |
||||
|
Der eingeschlagene Weg, durch Flächenerwerb nachhaltigen Naturschutz zu betreiben, hat sich als erfolgreich erwiesen. Für eine gesamtökologische Bilanz des Naturschutzwertes aller Stiftungsflächen wurde die Tierwelt (Vögel, Lurche, Kriechtiere, Libellen, Heuschrecken und Tagfalter) und die Pflanzenwelt der Schutzgebiete untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass rund drei Viertel der saarländischen Arten auf den Eigentumsflächen der Stiftung nachgewiesen werden können. In den Schutzgebieten der Naturlandstiftung Saar finden sich immer öfter Lebensgemeinschaften von Pflanzen und Tieren, die als „gefährdet“ eingestuft sind. Im Schnitt kommen 60 % der bedrohten Pflanzen- und Tierarten des Saarlandes in den Schutzgebieten vor. Auch zukünftig werden der Schutz der Natur und die Pflege einheimischer Kulturlandschaften im Vordergrund stehen. Mit dem „Landschaftspark und Hofgut Imsbach“ soll ein Großprojekt weiter entwickelt werden, das beide Ansätze miteinander verbindet: auf der einen Seite Maßnahmen des Naturschutzes, auf der anderen Seite wirtschaftlich genutzte Flächen (landwirtschaftliche Tierhaltung bedrohter Rassen, Hotel und Restaurant mit Biergarten, Tagungsstätte) und Landschaft gestaltende Elemente. Naturverbundene Wanderer und Radwanderer wie auch Ruhe suchende Menschen können sich in einem landschaftlich reizvollen, naturnahen Gebiet wohl fühlen und Abstand vom Alltag gewinnen. Ein weiteres Zukunftsthema wird die „Biomasse“ sein. Im Gegensatz zu nachwachsenden Rohstoffen, die eigens angebaut werden müssen und damit in Konkurrenz zu Anbauflächen für Nahrungsmittel stehen, fällt Biomasse bei dem Betrieb von beispielsweise Landschaftspflegehöfen an. Diese ständig anfallenden Rohstoffe können durch biotechnische Verfahren der Gewinnung von unterschiedlich nutzbaren Kraftquellen dienen. Ökologie und Ökonomie müssen sich nicht ausschließen. Neue attraktive naturtouristische Angebote können die einheimische Produktpalette erweitern und den entsprechenden Arbeitsmarkt beleben. Tourismus ja aber sanft. Für das Prinzip des „sanften Tourismus“ im Einklang mit der Natur wird die NLS auch in Zukunft stehen. |
|
|||