Ausstellungseröffnung der Naturlandstiftung Saar im Garten der Sinne in Merzig

Gleich doppelten Grund zur Freude hatte die Landrätin des Landkreises Merzig Wadern, Daniela Schlegel Friedrich letzte Woche. Konnte Sie doch bei der Eröffnung der Ausstellung, die das Wirken der  Naturlandstiftung Saar zum Thema hat, auf zwei Jubiläen verweisen. Der Landkreis feiert sein 200-jähriges Bestehen – die Naturlandstiftung Saar wird dieses Jahr 40 Jahre. Eröffnet wurde die Ausstellung der ältesten Naturschutzstiftung Deutschlands im Garten der Sinne in Merzig wo sie noch bis 26. Juni 2016 zu sehen sein wird.

 

 

Der Vorsitzende der Stiftung, der saarländische Umweltminister Reinhold Jost, erinnert sich zurück: „Mit kommunalen Verantwortlichen konnte die Stiftung schon in ihren Anfängen ein vielfältiges Portfolio entwickeln.“ Von Beginn an hatte die Stiftung in vielen Bereichen eine Vorbildfunktion für nachfolgende Stiftungen anderer Bundesländer. So zum Beispiel im Bereich der Ökopunkte - eine Art Guthaben auf dem Konto der Natur.

 

 

 

Merzig-Wadern besitzt eine herrliche Naturlandschaft und kann nicht nur in der Waldwirtschaft sondern auch mit dem Thema Natur auch im Bereich Tourismus punkten“, betont Landrätin Daniel Schlegel-Friedrich. Jährlich erlebten 250.000 Besucher den grünen Landkreis beim Wandern. In all den Jahren, war die Stiftung uns immer ein guter Partner“, so Schlegel-Friedrich weiter. Das bestätigt auch Eberhard Veith, Geschäftsführer der Stiftung, und nennt als Beispiel das Naturschutzgroßprojekt Wolferskopf in Merzig. Mit diesem ersten von vier Naturschutzgroßprojekten im Saarland wurde eine neue Dimension im saarländischen Naturschutz eröffnet. Träger des Projekts ist der Zweckverband „Naturschutzgebiet Wolferskopf“, dem die Naturlandstiftung als geschäftsführendes Mitglied, die Gemeinde Beckingen, die Stadt Merzig und der Landkreis Merzig-Wadern angehören. Alle haben sich zusammengeschlossen, um Naturschutz zu betreiben, so die Landrätin. Hier sei kein abgeschlossenes Gebiet entstanden. Vielmehr konnte die Stiftung die vielfältig strukturierte kleinbäuerlich geprägte Kulturlandschaft erhalten, die auf dem Wolferskopf verloren zu gehen drohte. „Wir praktizieren hier keinen ,Glasglockennaturschutz'“, stellt Minister Jost eindrücklich klar und weist darauf hin, dass die Stiftung seit ihrer Gründung, der saarländischen Landwirtschaft viele 100 Hektar Flächen wieder zurückgeben konnte. Denn: Landwirtschaft und Naturschutz sind keine Gegensätze. „Vor allem im Ökolandbau liegt das Saarland weit über dem Bundesdurchschnitt und belegt im Vergleich der Länder eine Spitzenposition, so Jost.“ Das wird vor allem auf dem Wolferskopf ersichtlich, wo heute zwei Bioland-Betriebe sowie Obstbauern im Nebenerwerb die Wiesen, Weiden und Äcker extensiv statt intensiv bewirtschaften.

 

 

Die Ausstellung, die noch bis 26. Juni im Pavillon im Garten der Sinne in Merzig zu sehen sein wird, zeigt das Wirken der Stiftung im Saarland und im Landkreis Merzig-Wadern. Thematisiert werden zum Beispiel das Wirken der Naturwacht Saarland mit rund 200 Führungen jährlich, die Tätigkeitsfelder der Tochtergesellschaften und natürlich die Arbeit der Stiftung im Landkreis selbst.