Die Ausstellung der Naturlandstiftung Saar im Landratsamt Sankt Wendel

Geschäftsführer der Stiftung, Eberhard Veith, Landrat Udo Recktenwald und Umweltminister Reinhold Jost eröffnen die Ausstellung.(v.l.)

Zur feierlichen Eröffnung waren Umweltminister Reinhold Jost, alle Bürgermeister des Kreises (!) sowie der Chef des Hauses Landrat Udo Recktenwald anwesend.

Herr Landrat Udo Recktenwald gab den rund 40 Gästen einen kurzen Abriss über die Geschichte der Stiftung, die als älteste Naturschutzstiftung Deutschlands dieses Jahr ihr 40 jähriges Jubiläum feiert.

Das Engagement der Stiftung, die vor allem im Landkreis Sankt Wendel sehr stark aktiv ist, lässt sich an den vielen erfolgreichen Projekten ablesen. Seien es Ganzjahresbeweidungen mit robusten Galloway-Rindern, die das ganze Jahr über im Freien stehen, der Renaturierung von Freisbach und Nahe, die jetzt wieder von Quelle bis Mündung bis auf kleine Ausnahmen komplett durchgängig sind oder Rückbaumaßnahmen wie die Raketenstation in Reitscheid: Landrat Recktenwald sichert der Stiftung auch weiterhin seine volle Unterstützung zu.

„Früher“, so Umweltminister Reinhold Jost, „ war der nachhaltige Umgang mit Ressourcen noch nicht so aktuell. „Macht euch die Erde untertan“ wurde eher intensiv ausgelegt.“ Um die Zerstörung wichtiger Lebensräume zu verhindern und unsere Natur für künftige Generationen zu sichern, gibt es die Arbeit der Naturlandstiftung Saar. „Wenn es die Stiftung nicht gäbe, man müsste Sie erfinden“, so Jost weiter. Um das Verständnis und somit auch die Akzeptanz der Stiftungsarbeit in der Bevölkerung zu fördern, wurden schon frühzeitig die „grünen“ Verbände mit eingebunden, die auch zahlreich bei der Eröffnung vertreten waren.

 

Nicht nur der Flächenerwerb sei ein probates Mittel zum Naturschutz. Jost verwies erneut auf die Vielzahl an Projekten auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene, die die Stiftung zum Teil auch grenzüberschreitend erfolgreich angeht. Die Stiftungstöchter, etwa die „Imsbach Verwaltungs- und Entwicklungsgesellschaft (IVEG) – übrigens einer der größten Bioland Betriebe im Saarland – oder die Naturland Ökoflächen Management GmbH (ÖFM) helfen durch ihre Arbeit ebenfalls das saarländische Naturerbe für nachfolgende Generationen zu erhalten. „Der Exportschlager ÖFM“, der Dienstleister rund um das Ökokonto und Eingriffs-Ausgleichs-Regelung wurde 1998 gegründet. Viele Bauvorhaben können schneller und unkomplizierter umgesetzt werden, da die ÖFM sich im Vorfeld um einen ökologischen Ausgleich kümmert, betonte Jost.

Für Eberhard Veith, Geschäftsführer der Naturlandstiftung Saar leistet die Arbeit der Naturlandstiftung einen wichtigen Beitrag zum Tourismus, da die Projekte die Landschaft ganz einfach attraktiver machten. Der Rückbau der ehemaligen Raketenstation in Reitscheid, die Fließgewässerrenaturierung der Nahe und des Freisbachs, die Blumenwiesen in Sötern oder die Arnikawiesen in Otzenhausen, für die die das Saarland aufgrund der Seltenheit eine ganz besondere Verantwortung hat und natürlich das Hofgut Imsbach. Dieses hat übrigens seit kurzem eine neue repräsentative Hofeinfahrt, die nun in angemessener Weise auf das Kronjuwel Hofgut Imsbach verweist.

Im Eingangsbereich des Landratsamtes begrüßte ein Roll-Up die Gäste.

7 Roll-Ups erzählen über die Arbeit der Stiftung allgemein sowie im Landkreis Sankt Wendel speziell.