Ausstellungseröffnung im Saarpfalz-Kreis

Naturschutz grenzenlos!

Der Saarpfalz-Kreis engagiert sich seit vielen Jahren im Naturschutz, um seine einzigartige Naturlandschaft, die Ziel vieler Touristen ist, zu erhalten und zu schützen. Insgesamt besitzt die Stiftung im Saarpfalz-Kreis 32 Schutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 305 Hektar und kann somit im saarlandweiten Vergleich nicht nur die meisten Schutzgebiete sondern auch die größte Gesamtfläche aufweisen. Reinhold Jost, Vorsitzender der Naturlandstiftung und Minister für Umwelt- und Verbraucherschutz, eröffnete die Ausstellung gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Stiftung, Eberhard Veith sowie Landrat Dr. Theophil Gallo.

 


Gallo würdigte die jahrelange gute Zusammenarbeit mit der Stiftung und hob das Naturschutzgroßprojekt „Saar-Bliesgau/Auf der Lohe“ hervor, das damals, 1995, eine neue Dimension im saarländischen Naturschutz eröffnete. Träger des Großprojekts ist der Zweckverband „Saar-Blies-Gau/Auf der Lohe“, dem die Stiftung und der Saarpfalz-Kreis als geschäftsführende Mitglieder sowie die Gemeinden Gersheim und Mandelbachtal angehören. Hier wird die kleinbäuerliche Kulturlandschaft mit ihren zahlreichen seltenen Pflanzen- und Tierarten geschützt. „Wir praktizieren hier keinen Glasglockennaturschutz'“, stellt Minister Reinhold Jost eindrücklich klar. „Landwirtschaft und Naturschutz gehen Hand in Hand und wir möchten dass die Menschen an unserer saarländischen Natur teilhaben und wollen diese für sie bewahren.“

So sieht es auch Landrat Gallo, der auch Verbandsvorsteher des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau ist und erwähnt ein weiteres Projekt: das Kulturlandschaftszentrum Haus Lochfeld bei Wittersheim. „Es kann nicht früh genug damit begonnen werden, für einen Umgang mit „Mutter Erde“ zu sensibilisieren und das Bewusstsein für die Region und die Biosphäre in die Schulen und Ausbildung zu schärfen. Dies ist ein Auftrag an uns alle. Einen Beitrag hierzu leisten wir hier mit den Lehr- und Schaugärten und Informationsveranstaltungen wie den Imkertagen. “Viele Naturschutzprojekte standen in den zurückliegenden Jahren im Mittelpunkt des Geschehens: die orchideenreichen Wiesen auf der Lohe bei Reinheim, der Höllengraben bei Homburg zur Erhaltung der Artenvielfalt oder der Marksweiher bei Limbach mit seiner einzigartigen Libellenfauna. „Die Aktivitäten der Stiftung sind erheblich vielfältiger als anfänglich angedacht war”, erinnert sich Eberhard Veith zurück.”

So setzt die Stiftung sich im Saarpfalz-Kreis auch mit Maßnahmen im Hochwasserschutz, Umwandlung von artenarmen Nadelholzforsten oder grenzüberschreitender Zusammenarbeit ein, denn Naturschutz macht an Grenzen nicht halt. So zum Beispiel im NATURA 2000 Gebiet Himsklamm zwischen Niedergailbach auf deutscher Seite und Obergailbach auf französischer Seite. Die französische Freundschaft wird hier im Naturschutz aktiv und erfolgreich gelebt.

 

 

v.l.n.r.: Geschäftsführer der Naturlandstiftung SaarEberhard Veith, Kurator der Stiftung Ludger Wolf, Umweltminister und Vorsitzender der Stiftung Reinhold Jost sowie Landrat Dr. Theopil Gallo

v.l.n.r.: Geschäftsführer der Naturlandstiftung SaarEberhard Veith, Kurator der Stiftung Ludger Wolf, Umweltminister und Vorsitzender der Stiftung Reinhold Jost sowie Landrat Dr. Theopil Gallo

Umweltminister Reinhold Jost

Umweltminister Reinhold Jost

Marksweiher bei Limbach

Marksweiher bei Limbach

Himsklamm, Niedergailbach

Himsklamm, Niedergailbach

Saar-Bliesgau /Auf der Lohe bei Habkirchen

Saar-Bliesgau /Auf der Lohe bei Habkirchen

Höllengraben, Bliesaue

Höllengraben, Bliesaue

Blick auf Reinheim, Saar-Bliesgau/Auf der Lohe

Blick auf Reinheim, Saar-Bliesgau/Auf der Lohe

Kulturlandschaftszentrum Haus Lochfeld

Kulturlandschaftszentrum Haus Lochfeld