Sommertour des Ministers

Steinbruch Nennig, Renaturierung der Leuk und der Hammelsberg bei Perl

Im Steinbruch Sauzy bei Nennig

Im Steinbruch Sauzy bei Nennig

Auf dem Hammelsberg bei Perl

Auf dem Hammelsberg bei Perl

Pierre Wernain, Vertreter der französischen Partnerorganisation klärt über die Pflegemaßnahmen auf.

Pierre Wernain, Vertreter der französischen Partnerorganisation klärt über die Pflegemaßnahmen auf.

Im Dreiländereck auf dem Hammelsberg.v.l.n.r.:  Pierre Wernain, Conservatoire d’espaces naturels de Lorraine/ Umweltminister Reinhold Jost/ Geschäftsführer der Naturlandstiftung Saar, Eberhard Veith/ Ortsvorsteherin von Eft-Hellendorf Sylvia Hurth/ Ortsvorsteher von Besch, Herbert Weber/ Ortsvorsteher von Oberperl, Günter Gelz/ Sitzend: Kurator Ludger Wolf

Im Dreiländereck auf dem Hammelsberg.v.l.n.r.: Pierre Wernain, Conservatoire d’espaces naturels de Lorraine/ Umweltminister Reinhold Jost/ Geschäftsführer der Naturlandstiftung Saar, Eberhard Veith/ Ortsvorsteherin von Eft-Hellendorf Sylvia Hurth/ Ortsvorsteher von Besch, Herbert Weber/ Ortsvorsteher von Oberperl, Günter Gelz/ Sitzend: Kurator Ludger Wolf

Die Sommertour des saarländischen Umweltministers Reinhold Jost am 17. August 2016 führte dieses Jahr nach Merzig-Wadern. Früh morgens ging es los in den Steinbruch, den schon die Römer nutzten und den Kalkstein über die Mosel bis nach Trier verschifften, um das Amphitheater zu bauen. Nach Aufgabe der Abbautätigkeit sollte der Steinbruch dann allerdings verfüllt werden, was jedoch verhindert werden konnte. Jetzt steht er im Besitz der Naturlandstiftung Saar, die ihn schützt und pflegt und somit langfristig als Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere erhält.

Der Steinbruch mit seinen felsigen Extremstandorten ist ein Paradies für Wildbienen und andere Insekten, die hier trotz nassem Sommer reichlich Nahrung finden können: etwas was es unbedingt zu schützen gilt. Denn ohne Bienen keine Natur!

 

Die Leuk bei Eft-Hellendorf, die zuvor komplett begradigt und wegen einem zu hohen Nährstoffeintrag reichlich mit Algen versehen war, konnte in den letzten Jahren von der Naturlandstiftung im Bereich Eft-Hellendorf erfolgreich renaturiert werden, worauf Minister Jost, der auch Vorsitzender der Naturlandstiftung Saar ist, stolz hinwies.

 

„Natur hört an den Grenzen nicht auf“: Das gilt ganz besonders für den Hammelsberg, der eine der Perlen im Saarland und Frankreich ist. Pierre Wernain, der für das französische Pendant der Naturlandstiftung Saar, der Conservatoire d’espaces naturels Lorraine arbeitet, ließ es sich nicht nehmen, die Gäste persönlich durch das Gebiet zu führen. Die Stiftung arbeitet seit Jahren eng mit den französischen Nachbarn zusammen – regelmäßiger Erfahrungsaustausch inklusive. Der französische Teil des Hammelberges wird aufwendig mit Hand offen gehalten. Ein Beweidungsprojekt mit Schafen und Eseln ist angedacht. Die Pflege auf deutscher Seite ist durch einen Landwirt gesichert, der hier Heu macht.

Der Perler Panoramaweg und der Saar-Hunsrück-Steig sind nur wenige der hochwertigen Wanderwege, die durch dieses Gebiet führen. Das Gebiet im Dreiländereck ist für Wanderer vor allem wegen der seltenen Orchideen und Insekten interessant. Hier gibt es keinen Glasglockennaturschutz. Besucher sind natürlich herzlich willkommen, so Minister Jost.