Grenzüberschreitende Kooperation

Ein Abkommen, das als Meilenstein für den Natur- und Landschaftsschutz in der Großregion Wallonien-Lothringen-Luxemburg-Rheinland-Pfalz-Saarland gilt.

Seit Jahren arbeitet die Naturlandstiftung mit ihrer französischen Partnerstiftung "Conservatoire d´espaces naturels Lorraine" und der luxemburgischen natur & ëmwelt (Fondation Hëllef fir d' Natur) grenzüberschreitend zusammen. 2004 wurde ein Kooperationsabkommen unterzeichnet, um die Zusammenarbeit im Natur- und Landschaftsschutz über die Grenzen hinweg auszubauen. 

 

 

Die offizielle Vertragsunterzeichnung fand im Europazentrum in Schengen statt. Gastredner war Jacques Santer, Präsident der Europäischen Kommission a.D.

2004 - Unterzeichnung des Kooperationsabkommens

2004 - Unterzeichnung des Kooperationsabkommens

29.11.2007

29.11.2007

2007 sind mit der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (Deutschland) und Réserves Naturelles RNOB (NATAGORA) aus Belgien zwei weitere Partner der Konvention beigetreten.

 

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit umfasst den

 

  • Natur- und Landschaftsschutz
  • die Kulturlandschaftspflege
  • die gemeinsame Unterstützung und Begleitung wissenschaftlicher Studien
  • die Öffentlichkeitsarbeit

Die Kooperation erfolgt in Übereinstimmung mit den Statuten der fünf Vertragspartner und ihren jeweiligen Zielsetzungen.

 

Wesentlicher Bestandteil des gemeinsamen Abkommens ist der regelmäßige Erfahrungsaustausch. 

Sommertour im Dreiländereck, 16.08.2016

Sommertour im Dreiländereck, 16.08.2016

EU Life-Projekt Borstgrasrasen, Sommeraspekt

EU Life-Projekt Borstgrasrasen, Sommeraspekt

Aus der grenzüberschreitenden Kooperation sind eine Reihe von internationalen EU-Projekten hervorgegangen, meist unter Projekt-Trägerschaft der Naturlandstiftung Saar, zum Beispiel

 

Borstgrasrasen, Frühlingsaspekt

Borstgrasrasen, Frühlingsaspekt

Lilagold-Feuerfalter (Lycaena hippothoe)

Lilagold-Feuerfalter (Lycaena hippothoe)

Ein schönes Beispiel grenzüberschreitender Zusammenarbeit sind die Aktivitäten auf dem Hammelsberg, der sich als Höhenrücken mit seinem Westhang bis an die Mosel heranschiebt.

Hier in diesem deutsch-französischen Schutzgebiet liegen dem Wanderer gleich drei Länder zu Füßen: Frankreich, Luxemburg und Deutschland.

Viele wärmeliebende Pflanzen-und Tierarten, die über das klimatisch begünstigte Moseltal eingewandert sind, machen das Gebiet berühmt und beliebt bei Wanderern, Orchideenfreunden und Insektenforschern.

Zauneidechse (Lacerta agilis)

Zauneidechse (Lacerta agilis)

Bergsingzikade (Cicadetta montana)

Bergsingzikade (Cicadetta montana)

Wegen seiner einmaligen Pflanzen- und Tierwelt wurde der Hammelsberg in das Europäische Schutzgebietsnetz NATURA 2000 aufgenommen (NATURA 2000-Gebiet 6504-301 „Hammelsberg und Atzbüsch bei Perl“, 224 Hektar groß).

Helm-Knabenkraut (Orchis militaris)

Helm-Knabenkraut (Orchis militaris)

Der Neuntöter

Der Neuntöter

Auf dem Nordhang des NATURA 2000-Gebiets besitzt die Naturlandstiftung acht Hektar. Auf einem grenzüberschreitenden Wanderweg informieren Infotafeln über das Gebiet sowie die Pflanzen- und Tierwelt.

 

Während der Nordhang und Teile des Höhenrückens mit Wald bewachsen sind, wachsen am Südhang auf französischer Seite und auf den Hochflächen auf deutscher Seite orchideenreiche Trockenrasen. 

Hammelsberg, Weg

Hammelsberg, Weg

Pierre Wernain von der Partnerstiftung "Conservatoire d´espaces naturels Lorraine" und Dr. Axel Didion von der Naturlandstiftung Saar bei einer Begehung auf dem Hammelsberg im Dreiländereck am 06.07.2016.

Pierre Wernain von der Partnerstiftung "Conservatoire d´espaces naturels Lorraine" und Dr. Axel Didion von der Naturlandstiftung Saar bei einer Begehung auf dem Hammelsberg im Dreiländereck am 06.07.2016.