Beim Aktionstag „Get Green“ im Knappschaftsklinikum Püttlingen informierten die Naturlandstiftung Saar und die Naturwacht Saarland Mitarbeitende und Besucherinnen und Besucher über die Auswirkungen von Klimakrise und Biodiversitätsverlust auf unsere heimischen Naturräume. Der Vortrag war Teil eines ganztägigen Programms rund um nachhaltiges Handeln, planetare Gesundheit und Klimaschutz.
Bliesgau-Ranger Michael Keßler und Biologin Maike Lauer zeigten eindrucksvoll, wie stark Umweltbelastungen, CO₂-Ausstoß, Schadstoffe, Hitzeperioden und Extremwetterereignisse Wälder, Felder und die Artenvielfalt bereits verändern. Anhand aktueller Beispiele aus dem Saarland – darunter Vergleichsaufnahmen des Losheimer Stausees aus den Jahren 2010 und 2023 – wurde deutlich, dass die Folgen der Klimakrise längst sichtbar sind.
Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Frage, wie sich unsere Landschaften unter dem Druck des Klimawandels verändern – und welche Maßnahmen notwendig sind, um diese Entwicklungen aufzuhalten.
Die Teilnehmenden erhielten außerdem einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Naturlandstiftung Saar und der Naturwacht Saarland. Diese reicht vom Erwerb und der langfristigen Sicherung ökologisch wertvoller Flächen über die Pflege und Entwicklung von Schutzgebieten bis hin zu gezielten Maßnahmen zum Schutz seltener Arten wie Zauneidechse, Schleiereule oder Gelbbauchunke.
Am Beispiel des FFH-Gebiets Birzberg wurde gezeigt, wie durch gezielte Pflegearbeiten degradierte Lebensräume stabilisiert und gefährdete Arten gefördert werden können.
Im weiteren Verlauf erläuterte Maike Lauer die enge Verbindung zwischen Biodiversität, stabilen Ökosystemen und menschlicher Lebensqualität.
Intakte Ökosysteme binden CO₂, sichern sauberes Trinkwasser, erhalten fruchtbare Böden und helfen dabei, die Folgen von Extremwetterereignissen abzumildern. Der Verlust dieser Vielfalt kann gravierende Folgen haben – bis hin zu Szenarien, in denen natürliche Bestäuber fehlen und Menschen Pflanzen von Hand bestäuben müssen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung. Programme wie das Freiwillige Ökologische Jahr, Praktika und das Junior-Ranger-Programm ermöglichen jungen Menschen direkte Naturerfahrungen und praxisnahes Wissen über Naturschutz und Artenvielfalt.
Auch die Naturland Ökoflächen-Management GmbH (ÖFM), eine Tochtergesellschaft der Naturlandstiftung Saar, wurde vorgestellt. Sie begegnet dem Waldsterben mit Erstaufforstungen, Waldumbau und nachhaltigen Methoden zum Schutz junger Bäume.
Zum Abschluss gaben Michael Keßler und Maike Lauer konkrete Tipps, wie jede und jeder Einzelne zum Schutz von Klima und Artenvielfalt beitragen kann – etwa durch bewussteren Konsum, regionale Produkte, naturnahe Gärten oder Engagement in lokalen Initiativen.
Auch für das Klinikgelände wurden Ideen zur ökologischen Aufwertung vorgestellt, beispielsweise durch Insektenhotels, Gebäudebegrünung oder Nistkästen.
Für die kommenden Monate sind weitere gemeinsame Aktionen geplant, darunter Baumpflanzungen und Projekte zur ökologischen Aufwertung des Klinikgeländes.
Mehr Eindrücke von uns gibt es auf unserem Instagram-Account: https://www.instagram.com/naturlandstiftungsaar/
Mehr Informationen zum Knappschaftsklinikum Saar in Püttlingen: https://www.knappschaft-kliniken.de/sulzbach/ueber-uns/Referenzget-green.php
v.l.n.r.: Michael Keßler (Naturwacht Saarland), Torben Ley (Klimamanager Knappschaft Kliniken Saar), Maike Lauer (Naturlandstiftung Saar), Laura Göpfert (stv. Küchenleitung Klinik Sulzbach / Diätassistentin), Christian Nickel (Technischer Leiter Klinik Sulzbach), Ralf Mathis (Abfallbeauftragter und stv. Technischer Leiter Klinik Püttlingen)