Am 20. und 21. März fand zum 21. Mal die saarlandweite Müll‑Sammelaktion Saarland Picobello statt – organisiert vom Entsorgungsverband Saar (EVS). Mit über 61.000 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde in diesem Jahr ein neuer Rekord erreicht. Die große Beteiligung zeigt eindrucksvoll, wie wichtig vielen Menschen der Schutz ihrer Umwelt ist.
Auch die Naturlandstiftung Saar war wieder mit einem Team dabei – diesmal entlang des Saarufers in Wadgassen. Bereits nach wenigen Stunden kamen über zehn prall gefüllte Müllsäcke zusammen. Und dennoch wurde schnell klar: Das war nur ein Bruchteil dessen, was tatsächlich in der Natur liegt.
Das Gebiet rund um das Saarufer zeigte sich an vielen Stellen von seiner schönsten Seite. Zwischen Wasser, Wiesen und Gehölzen konnten Nutrias, Canadagänse, Wildbienen und weitere Arten beobachtet werden. Selbst ein Gebiss eines Wildschweins wurde gefunden.
Gleichzeitig zeigte sich aber auch die andere Seite: Unmengen an Plastik, Glas, Silvesterbatterien, Hygieneartikeln, Verpackungen und unzähligen Zigarettenstummeln. Vieles davon war bereits tief eingewachsen oder verwachsen und kaum noch zu entfernen. Hinzu kommen immernoch Überbleibsel des Pfingshochwassers, die sich festgesetzt haben über die Jahre.
Besonders auffällig war die Menge an Müll direkt am Rand des Landschaftsschutzgebiets. Aufgrund der Brut‑ und Setzzeit durfte das Team die Wege nicht verlassen – ein Blick ins Innere des Schutzgebiets war daher nicht möglich. „Wenn es am Rand schon so aussieht, möchten wir uns gar nicht vorstellen, wie viel im Gebiet selbst liegt“, so das Team.
Die Naturlandstiftung Saar zieht ein klares Fazit: Ein Aktionstag wie Saarland Picobello ist wichtig, vor allem weil immer mehr Menschen darauf aufmerksam werden und teilnehmen. Aber er reicht nicht aus, um die Natur dauerhaft sauber zu halten. Hier ist tägliche Achtsamkeit gefragt. Von jedem einzelnen.
Viele Orte, die eigentlich zum Entspannen, Verweilen oder zur Tierbeobachtung einladen, sind zunehmend von Müll belastet. Dabei ist die Lösung einfach und für jede und jeden umsetzbar.
Wer etwas mitbringt, sollte es auch wieder mitnehmen oder richtig entsorgen. Die Natur kann es nicht für uns tun und sie hat keine Alternative.
Nur wenn alle Verantwortung übernehmen, bleiben unsere Landschaften Orte, an denen Menschen und Tiere gleichermaßen gerne sind.
Mehr Eindrücke von uns gibt es auf unserem Instagram-Account: https://www.instagram.com/naturlandstiftungsaar/